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50 Jahre Verkehrssünderdatei


Bereits am 2. Januar 1958 wurden die ersten „Verkehrssünder“ in das neu geschaffene Verkehrszentralregister (VZR) im Flensburger Kraftfahrt Bundesamt (KBA) eingetragen und schon ein Jahr später umfasste die Kartei mehr als 800 000 Personen bei damals rund 7 Millionen zugelassenen Kraftfahrzeugen.

Wurden zunächst nur allgemein „negative“ Fahrerlaubnisdaten, wie z.B. Führerscheinentzüge und Versagungen von Fahrerlaubnissen erfasst, bekam das Verkehrszentralregister (VZR) mit Einführung des Punktsystems im Jahre 1974 eine neue Dimension. Waren Ende der Fünfziger Jahre rund 70 Personen im VZR beschäftigt, sind es heute über 180 Angestellte.

Von den aktuell (Stand 1.1.2007) gespeicherten 8,4 Mio. Personen sind 6,7 Mio. Männer und 1,7 Mio. Frauen. Knapp ein Fünftel der Eingetragenen hat keine Punkte, ist aber trotzdem aktenkundig. Darunter fallen auch Menschen ohne Führerschein, die als Autofahrer erwischt wurden oder sich als Radfahrer oder Fußgänger ein Verkehrsdelikt geleistet haben.

Bei den knapp sieben Millionen eingetragenen „Punktetätern“ ist und bleibt das zu schnelle Fahren (bei Männern wie Frauen) mit Abstand das häufigste Delikt. Bei Männern folgt das Fahren unter Alkoholeinfluss (14,7 Prozent), bei Frauen die Vorfahrtverletzung (17,4 Prozent). Rund 80 Prozent der Sünder sind Männer.

Drei Viertel der Erfassten haben nicht mehr als sieben Punkte auf dem Flensburger Konto. Fast fünf Prozent – etwa 400 000 Menschen – haben 8 bis 13 Punkte auf dem «Kerbholz», rund ein Prozent hat 14 Punkte und mehr. Je nach Delikt dauert es zwischen zwei und zehn Jahren, bis die Punkte gelöscht werden – vorausgesetzt es kommen keine neuen hinzu.

Obwohl 70% der gespeicherten Personendaten bereits digital gespeichert werden, wird der Papierbestand in rund 500 Metern Regalwand aufbewahrt. Geschätzt: 10,7 Mio. Blatt Papier mit einem Gewicht von ca. 50 Tonnen.

Die Speicherung von Daten über Fahrzeugführer hat in Deutschland allerdings schon eine lange Tradition. Bereits ab 1910 wurden Kraftfahrzeugführer in der Sammelstelle für Nachrichten über Führer von Kraftfahrzeugen (SNFK) beim Polizeipräsidium in Berlin registriert. Eingetragen wurden damals.

Informationen über Versagungen, Entziehungen und Wiedererteilung von Führerscheinen. Diese SNFK wurde später ins Kraftfahrt-Bundesamt eingegliedert und zur Keimzelle des heutigen Verkehrszentralregisters.

So kritisch man dem Punktsystem auch gegenüberstehen mag, kann ein Fakt nicht geleugnet werden. Während sich seit 1974 die Zahl der Kraftfahrzeuge verdreifacht hat, reduzierte sich die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten auf ein Viertel. Zweifelsohne hat den einen oder anderen, ein drohender Führerscheinentzug zum langsameren Fahren bewegt.

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