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Fahren im Winter


Auch, wenn der Winter einmal länger auf sich warten lässt, sollten die Gefahren des Fahrens im Winter nie unterschätzt werden. Über einen guten Rutsch ins Neue Jahr freuen sich alle, Rutsch im neuen Jahr dagegen ist unerwünscht! Grundsätzlich gilt: wer seine Fahrweise den Winterverhältnissen anpasst, spart sich jede Menge Ärger im Straßenverkehr und außerdem noch viel Geld.

Auf Winterfahrten und die damit verbundenen veränderten Fahrbahnbedingungen sollte man sich sorgfältig vorbereiten. Die Einplanung von längeren Fahrzeiten versteht sich hoffentlich von selbst. Um den Wirkungsgrad des Sicherheitsgurtes nicht zu gefährden, sind dicke Winterjacken hinter dem Steuer tabu. Winterschuhe sollten beim Einsteigen ins Fahrzeug abgeklopft werden. Eis und Schnee an den Schuhsohlen können zum Abrutschen von den Pedalen führen.

Auf den Durchblick kommt es an

Im Winter heißt es nur nicht den Durchblick verlieren. Deshalb sollten alle Scheiben vor der Fahrt komplett von Schnee und Eis befreit werden. Wer nur ein Guckloch frei kratzt, gefährdet sich und andere und hat mit Bußgeld zu rechnen. Bei einem Unfall kann er sogar mitschuldig sein.

Geschwindigkeit = Vmin

Geschwindigkeit runter“ lautet jetzt die Devise. Aufgrund des verschlechterten Haftreib-Index (Kraftübertragung von Reifen auf Fahrbahn) ist mit bis zum zehnfachen Bremsweg zu rechnen. Während die Haftreibung bei trockenem Asphalt oder Beton 100% beträgt, verringert sich diese bei schneebedeckter Fahrbahn auf 30 bis 15%. Bei Eis oder gar Glatteis sinkt die Haftreibung auf unter zehn bis zu null Prozent. Die Fahrbahn wird zum Eisstadion und der Crash ist vorprogrammiert. Von der Haftreibung ist im übrigen nicht nur die Brems- sondern auch die Seitenführungskraft betroffen. Daher gilt auch: Gas weg vor Kurven!

Der richtige Abstand

Ein extra großer Abstand ist bei winterlichen Verhältnissen ein Muss. Eine Bremsprobe, am besten schon nach einigen Metern Fahrstrecke, gibt einem das Gefühl für die Straßenverhältnisse. Nicht vergessen: Vor dem Bremsen unbedingt in den Rückspiegel schauen! An Kreuzungen und Einmündungen ist es wichtig, nicht erst kurz davor zu bremsen, denn hier kommt man besonders schnell ins Rutschen. Heimtückische Glatteisfallen lauern auch auf Brücken, da diese im Luftstrom von oben und unten gekühlt werden. Vor allem Nebel kann sich an kalten Tagen als Eis niederschlagen und Brücken in Rutschbahnen verwandeln.

 

Fahren im WinterWinterreifen

Ist mein Fahrzeug ausreichend für den Winter gerüstet? Diese Frage müssen Sie sich jetzt stellen. Denn seit 2006 heißt es in der Neufassung des § 2 der Straßenverkehrsordnung ausdrücklich: „Bei Kraftfahrzeugen ist die Ausrüstung an die Wetterverhältnisse anzupassen. Hierzu gehören insbesondere eine geeignete Bereifung und Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage“.

Wer sich nicht an diese Regeln hält und den Verkehr behindert, hat mit Bußgeld in Höhe von € 40.- und einem Punkt in Flensburg zu rechnen. Im Fall einer Gefährdung oder gar eines Unfalls drohen noch weit heftigere Sanktionen.

Grundsätzlich gilt „Sommerreifen im Sommer, Winterreifen im Winter!“ Bereits bei ca. 7 Grad Celsius verlieren Sommerreifen aufgrund ihrer härteren Gummimischung an Haftung.

Rechtzeitiger Wechsel tut hier Not. „Es ist jedes Jahr das gleiche. Die meisten kommen erst nach dem ersten Schneefall zum Reifenwechsel. Da ist es dann leider für manche schon zu spät“, beschreibt Robert Humpf, Fachbetriebsleiter eines Landsberger Reifenhändlers, das alljährliche Reifendrama. Bewährt hat sich hier in unseren Breiten die O-O-Regel. Ende Oktober Winterreifen aufziehen und nach Ostern auf Sommerreifen wechseln. Wichtiger Punkt hierbei: Auf Mindestprofiltiefe von vier Millimetern achten!
Wechselnde Bedingungen

Sehr kritisch sind Tage, an denen die Temperatur um die 0 Grad Celsius schwankt. Durch wechselweises Tauen und Frieren ändert sich die Fahrbahnbeschaffenheit ständig. Zusätzlich kann sich bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ein Wasserfilm bilden. Der Eisbelag wird dadurch glatter als bei strengem Frost.

Woran Sie sonst noch denken sollten

Neben einer guten Batterie, genügend Frostschutzmittel im Kühlwasser und in der Scheibenwaschanlage sollte man für den Ernstfall folgende Dinge im Fahrzeug parat haben:

Eiskratzer, Frostschutzmittel, Starterkabel, Handschuhe und Jacke. Apropos: Der Türschloss-Enteiser gehört in die Hosentasche, im Auto ist er sinnlos.
Schneeketten

Je nach Bedarf gehören auch Schneeketten ins Auto. Bevor man sich jedoch mit seinen neu erworbenen Schneeketten ins alpine Vergnügen stürzt, sollte man das Aufziehen zuhause in einer ruhigen Minute geübt haben. Sonst kann die Premiere ruckzuck zur Lachnummer werden. Wichtig: Beim Fahren mit Schneeketten gilt stets die maximale Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h!

Fazit

Wer auf die oben genannten Punkte achtet, mehr Zeit für seine Fahrstrecken einplant und trotz scheinbarem „Zeitverlust“ Räumfahrzeuge nicht überholt (die wissen, warum sie räumen!), hat gute Chancen, auch dem schlimmsten Winterchaos mit heiler Haut und entspannten Nerven zu entkommen.

Last but not least sei darauf verwiesen, dass verschiedene Automobilclubs und auch einige Fahrzeughersteller hervorragende Fahrsicherheitstrainings anbieten, welche zwar die Grenzen der Physik nicht ändern, aber den Fahrer doch gestärkt den Unbilden des Winters trotzen lassen.

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